Die Dekanatssynode
Oberstes Organ des Dekanates ist die Dekanatssynode, die zweimal jährlich tagt. Sie setzt sich aus ein bis drei vom Kirchenvorstand gewählten Mitgliedern und einem Pfarrer oder einer Pfarrerin jeder Kirchengemeide zusammen . Hinzu kommen VertreterInnen kirchlicher Einrichtungen, wie der Diakonie, und kirchliche Mitarbeiter mit besonderen Aufgaben. Die Dekanatssynode fördert die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden untereinander und stellt sich gesamtkirchlichen und gesellschaftlichen Fragen. Sie vertritt kirchliche Angelegenheiten in der Öffentlichkeit und kann Eingaben an den Landeskirchenrat und die Landessynode machen. Die Dekanatssynode wählt aus ihren Mitgliedern den Dekanatsauschuss, der die Geschäfte der Synode zwischen deren Tagungen führt und Entscheidungen, die nicht aufgeschoben werden können, trifft.






Die Dekanatssynode

Letzte Chance für die "Kahle"

Ein Bericht von Pfr. Andreas Erstling, Öffentlichkeitsbeauftragter


Knapper hätte die Entscheidung kaum sein können: mit 43 zu 37 Stimmen entschieden sich die Delegierten der Dekanatssynode für den befristeten Weiterbetrieb des Freizeitenheims "Kahlrückenalpe" im Allgäu. Große Spannung lag in der Luft als die außerordentliche Dekanatssynode am 22. Juni 2017 im evangelischen Gemeindehaus in Günzburg zusammenkam. Die Veranstaltung war gut vorbereitet; die Synodalen erhielten nicht nur die bewährten leckeren Häppchen sondern auch persönlich zugeordnete Stimmkarten, damit bei der anschließenden Abstimmung alles sauber und unanfechtbar vonstatten gehen konnte. Dekanin Burmann eröffnete die Versammlung mit einer kurzen Andacht; danach übergab sie die Moderation des Abends an Dr. Bernt Münzenberg, den Präsidenten des Amtsgerichtes Augsburg. Diese Entscheidung war gut gewählt, denn Münzberg sorgte von Anfang an dafür, dass beide Lager paritätisch ausgewogen zur Geltung kamen und dass der gesamte Entscheidungsprozess durchweg sachlich und ohne größere Spannungen verlief.

Zunächst bekamen beide Lager Gelegenheit, ihre Positionen mit Hilfe von PowerPoint-Präsentationen anschaulich zu machen. Pfr. Friedrich Martin zeigte noch einmal die Gründe auf, die den Dekanatsausschuss bewogen haben, für den Verkauf des Freizeitenhauses einzutreten. Demgegenüber zeigte Pfr. Tobias Praetorius die Überlegungen jener Gruppe auf, die sich für einen befristeten Erhalt der Kahlrückenalpe stark macht. Beide Referenten konnten mit ihren Darstellungen punkten.

Anschließend bekamen die Delegierten der Dekanatssynode ausreichend Zeit zur Stellungnahme und zur Aussprache. Während bei dem Lager "Verkauf" der finanzielle Aspekt der dauerhaften Bezuschussung eine erhebliche Rolle spielte, wurde die andere Seite nicht müde, auf die Chancen der Freizeitarbeit für den Gemeindeaufbau zu verweisen. "Gebt doch der Kahle noch diese letzte Chance" forderte eine engagierte Synodalin das Entscheidungsgremium des Dekanates Neu-Ulm auf.

Nach einer kurzen Gegenrede der beiden Repräsentanten wurden die Delegierten eingeladen, ein Stimmungsbild der Entscheidungslage abzugeben. Bereits dort zeichnete sich ein relativ ausgeglichenes Verhältnis für beide Lager ab. Die anschließende Wahl brachte schließlich zutage, dass der befristete Weiterbetrieb der Kahlrückenalpe für die nächsten drei Jahre eine knappe Mehrheit fand. Nun muss die betreffende Arbeitsgruppe zeigen, dass sie das "Ding" auch tatsächlich wuppen kann. Eines hat der Abend in Günzburg aber auf alle Fälle gezeigt: dass die evangelischen Entscheidungsträger in unserem Dekanat auch schwierige Dinge miteinander besprechen und in guter und sachlicher Art und Weise miteinander streiten können.

Eine außerordentliche Dekanatssynode in Günzburg am 22. Juni 2017 beschäftigte sich mit der Frage, wie es mit dem Freizeitenhaus Kahlrückenalpe weitergehen soll?

Die Dekanatssynode
Oberstes Organ des Dekanates ist die Dekanatssynode, die zweimal jährlich tagt. Sie setzt sich aus ein bis drei vom Kirchenvorstand gewählten Mitgliedern und einem Pfarrer oder einer Pfarrerin jeder Kirchengemeide zusammen . Hinzu kommen VertreterInnen kirchlicher Einrichtungen, wie der Diakonie, und kirchliche Mitarbeiter mit besonderen Aufgaben. Die Dekanatssynode fördert die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden untereinander und stellt sich gesamtkirchlichen und gesellschaftlichen Fragen. Sie vertritt kirchliche Angelegenheiten in der Öffentlichkeit und kann Eingaben an den Landeskirchenrat und die Landessynode machen. Die Dekanatssynode wählt aus ihren Mitgliedern den Dekanatsauschuss, der die Geschäfte der Synode zwischen deren Tagungen führt und Entscheidungen, die nicht aufgeschoben werden können, trifft.






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