Erwachsenenbildung

ENGAGIERT IN ZEITFRAGEN – ORIENTIERT AM MENSCHEN – FUNDIERT IM CHRISTENTUM

Unsere Aufgabe ist es, für junge Menschen und Erwachsene Bildungs- und Fortbildungsangebote zu gestalten. Wir wenden uns an alle Menschen, die über Zeitfragen nachdenken und daran interessiert sind, sich in der Gesellschaft zu orientieren und in ihr mitzuwirken. Dazu bieten wir in unserem Dekanat an vielen Orten Programme mit Seminaren, Diskussionsveranstaltungen, Vorträgen … an. Auf der Grundlage des Christentums sind wir offen für das Gespräch und die Diskussion mit allen Gruppen und Meinungen. Wir erhoffen uns aus offenen Diskussionen nachhaltige Veränderungen wie auch Konsequenzen für das eigene Handeln und für die sinnvolle Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Dem Evangelischen Bildungswerk Neu-Ulm gehören alle sechsundzwanzig evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden des Dekanatsbezirks Neu-Ulm an. Sie finden uns in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen



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Liebe Mitglieder der Kirchengemeinden im Dekanat Neu-Ulm,
Liebe Interessentinnen und Interessenten der Erwachsenenbildung,

Mein Name ist Theresa Kosog und ich bin als theologisch-pädagogische Mitarbeiterin für das Bildungswerk zuständig.

Wenn ich die aktuellen Nachrichten höre und mich umschaue, was gerade in unser Welt alles passiert, frage ich mich manchmal, gibt es nicht Wichtigeres als Bildungsarbeit? Prof. Dr. Hans Jürgen Luibl aus dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung ist der Meinung: „In unserer Risikogesellschaft hat Bildungsarbeit einen ganz wichtigen Auftrag, indem wir Spielräume schaffen, in denen Orientierungswissen möglich ist.“ …

Orientierungswissen meint auch Vertrauensbildung – zu sich selbst, zu den eigenen Fähigkeiten, zu tragender und verlässlicher Gemeinschaft, Vertrauen in Gott und das Vertrauen, dass Gott in uns Menschen setzt. Auch wenn wir Situationen wie Corona nur bedingt beeinflussen und unseren Beitrag dazu leisten können, um eine Pandemie zu durchleben, haben Sie radikalen Einfluss auf unser Leben, auf unser Sozialverhalten und unsere Entscheidungen. Nie dagewesene Unsicherheiten wie Krieg in Europa, erschüttern uns. Umwelteinflüsse und das Klima verändern weitreichend Lebensverhältnisse.
Orientierungswissen: sich neu orientieren im Leben, im Alltag mit dem was einen umgibt und mit dem man konfrontiert ist. Mehr als das was man in der Schule gelernt hat und im Internet nachlesen kann.

Es gibt Wichtigeres, aber Bildungsarbeit kann ihren Beitrag dazu leisten, dass wir Menschen in schwierigen und herausfordernden Situationen uns gemeinsam auf den Weg machen nach Ansätzen und Lösungen suchen.
Bildungsarbeit der Zukunft hat ihren Platz im Sozialraum und ist dem Auftrag, evangelischer Kirche und dem Verständnis Martin Luthers ganz nah.
Gerade in einer Gesellschaft, in der Kirche immer weniger eine Rolle spielt, kann Erwachsenenbildung mit einem christlichen Fundament und unterschiedlichen lebensbegleitenden Formaten das Gemeinwesen bereichern und stärken. „Kirche und Gemeinde ereignen sich dann dort, wo Menschen in Kontakt mit der christlichen Botschaft kommen, sich mit ihr auseinandersetzen und Impulse durch die Auseinandersetzung für ihr Leben mitnehmen.“ (EKD Denkschrift „Religiöse Bildungsbiographien ermöglichen“, Dr. Jürgen Belz, Direktor des RPZ der ELKB, Seite 89.
Das Bildungswerk kann dabei Tür zu den Kirchen und anders herum die Tür in die Gesellschaft sein. Als Kompetenzzentrum, dass Menschen befähigt, Stärken erkennt, Spielräume für Themen schafft, vermittelt und Kooperationen bildet.

Die Landessynode im Frühjahr 2022 hat sich mit dem Thema „Zukunft der Kirche“ befasst. Ich möchte die Zeit die ich hier im Dekanat sein darf dafür nutzen, möglicherweise Weichen für die Zukunft zu stellen, aber ich möchte vor allem gerne die Gegenwart mit Ihnen zusammen gestalten und Spielräume schaffen. Ich freue mich dabei auf Begegnung, Austausch, Ideen und verschiedene Formate.

Herzliche Grüße
Diakonin Theresa Kosog